Yogaübungen (Asanas)

Yoga United / Yogaübungen (Asanas)

Asana ist ein Begriff aus dem Sanskrit und bedeutet übersetzt „Sitz“ und umschreibt die Körperhaltungen im Yoga. Asana bezeichnet eine spezifische Position, (überwiegend im Hatha-Yoga) die auf entspannte Weise vor allem auch über einen längeren Zeitraum hinweg gehalten werden kann. Asana gilt als die dritte Stufe des Raja-Yoga, der Königsdisziplin (auch Ashtanga-Yoga oder Kriya-Yoga) nach Patanjali.

Neben zahlreichen physischen Vorteilen für die Gesundheit bewirken die verschiedenen Asanas den Einklang von Körper und Geist.

Asanas werden in zwei Gruppen aufgeteilt – Meditationshaltungen und Stellungen für Gesundheit und Kraft. In den Yogashastras werden vier wichtige Meditationsstellungen erwähnt: Padmasana, Siddhasana, Swastikasana und Sukhasana.

Es gäbe grundsätzlich Tausende von möglichen Asanas, doch nur 32 wurden für den Menschen als sinnvoll und nützlich erachtet.

 

Seit wann kennt man Asanas?

Im 2. Jahrhundert vor Chr. erwähnte Patanjali die Asana im Rahmen der Yoga Sutras zum ersten Mal und umschrieb damit zunächst die Körperhaltung in der Meditation, die Körperhaltungen jedoch als „Yoga Vyayam“. Dennoch etablierte sich die Bezeichnung Asana für die dynamischen Yoga-Positionen im Laufe Zeit im allgemeinen Sprachgebrauch.

Viele Asanas wurden aus den natürlichen Bewegungen und Körperhaltungen der Tiere abgeleitet und werden folglich als „Katze“, „Löwe“, „Hirsch“, „Tiger“, „Hase“ etc bezeichnet.

Wie wirken Asanas?

Asanas haben eine weitreichende Wirkung auf Körper, Geist und Seele.

Es ist essentiell, dass bei der Ausübung jeder einzelnen Asanas die Achtsamkeit, das bewusste Hineingehen, der ruhige und möglichst langgezogene Atem sowie das bewusste Halten und Auflösen der Körperhaltung eingehalten wird.

Asanas wirken sich konstruktiv auf die Muskulatur, Gelenke, das Herz-Kreislauf-System, Nerven und lymphatisches System sowie den Geist, der Psyche und der Chakren aus. Sie gelten als psychosomatische Übungen, die das seelische und mentale Gleichgewicht stärken, harmonisieren und stabilisieren sollen. Das Blut wird optimal mit Sauerstoff angereichert und die Ansammlung venösen Blutes reduziert. Das Gehirn wird gestärkt und das Gedächtnis verbessert.

Wenn Asanas korrekt ausgeführt werden bewirken sie ein Gefühl der Ausgeglichenheit, Zufriedenheit, Klarheit des Geistes, Entspanntheit, inneren Freiheit und des Friedens. Desweiteren entwickelt man eine gute Körperbeherrschung, das Empfinden unbändiger, vitaler Kraft und ein neues Körpergefühl.

Es ist wichtig, dass Asanas, die speziell für die Kräftigung der Muskulatur gedacht sind im Rahmen eines dynamischen Atemrhythmus auszuführen.

Körperliche und geistige Entspannung sind die Voraussetzungen für die korrekte Ausführung aller Yoga-Übungen – und es ist nur so, dass die Wirkungen der Asanas vollständig entfalten.

Der Atem spielt eine wichtige Rolle bei der Ausführung der Asanas. Mit der Koordination von Atem und Bewegung werden sowohl die Atmung vertieft wie auch die Durchblutung und Stoffwechsel des gesamten Körpers angeregt. Man spannt den Körper beim Einatmen an und entspannt ihn beim Ausatmen.

Die meisten Menschen atmen in der Regel sehr flach was bewirkt, dass die Lungen ständig unzureichend gefüllt sind. Tiefes, langsames Atmen ist jedoch von grundlegender Relevanz für den optimalen Metabolismus des Körpers, die perfekte  Funktion der Nerven, der allgemeinen Kondition sowie einen ruhigen, klaren Geist.

Mit regelmäßiger Yogapraxis, der korrekten Ausführung der Asanas wird der Atem auf natürliche, ganz sanfte Weise korrigiert und optimiert.

 

Worin liegt der Unterschied zwischen Asanas und Gymnastik?

Im Gegensatz zu normalen, gymnastischen Übungen entwickeln Asanas nicht nur die oberflächliche Muskulatur des Körpers, sondern massieren und aktivieren ebenfalls die inneren Organe wie Leber, Milz, Bauchspeicheldrüse, Herz, Lunge, Darm, Gehirn sowie die wichtigsten Drüsen des Körpers. Durch Asanas werden die Schilddrüse und weitere endokrine Drüsen ausgeglichen oder angeregt, die für die Gesunderhaltung des Organismus wichtig sind. Bei gängiger Gymnastik wird Prana nach außen geleitet während Yoga mit perfekt ausgeübten Asanas Prana nach innen führt und im Körper verteilt. Außerdem bewirken Asanas seelische Ausgeglichenheit, unterstützen dabei, die Emotionen zu beherrschen und fördern den spirituellen Nutzen.

Es ist nicht die Anzahl der Übungen relevant sondern die Qualität, Achtsamkeit, der geistige Fokus und Korrektheit der Ausführung. Vor, zwischen und nach der Praxis sollten bewusste körperliche und geistige Entspannung ausgeführt werden.

 

Gesundheitliche Vorteile durch die regelmäßige Praxis von Yoga-Asanas

– die Flexibilität der Wirbelsäule wird erhöht

– die Gelenke werden beweglicher

– die Muskulatur entspannt sich, wird straffer und erhält eine optimale Blutversorgung

– die Organ- und Drüsentätigkeit wird angeregt

– das lymphatische System und der Stoffwechsel werden angeregt

– das Immunsystem wird gestärkt

– Kreislauf und Blutdruck werden reguliert und stabilisiert

– das Nervensystem wird beruhigt und gestärkt

– die Haut wird straff, klar und frisch

 Foto: depositphotos.com | bhairav

 

bekannte Asanas für den einstieg sind z.B:

Der Schmetterling
Der Baum
Seitliches Beugen

Herabschauender Hund
Der Schulterstand
Halber Drehsitz

Asanas

Die Körperübungen des Yoga