Was ist Ashtanga-Yoga?

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Was ist Ashtanga-Yoga?

Bei Ashtanga Yoga handelt sich um ein Hatha-Yoga-System, das beruhend auf klassisch-indischen philosophischen Ansätzen, sich durch – teils sehr anspruchsvolle und lange gehaltene – Körperhaltungen (Asanas) und Atemübungen (Pranayama) in Verbindung mit synchron dazu ausgeführten dynamischen Bewegungsabläufen, die in fließender Rhythmik wiederholt werden, auszeichnet. Daher auch der Begriff Vinyasa Flow.

Viele moderne, dynamische Hatha-Yogaarten wie Power Yoga, Vinyasa Yoga, Dynamic Yoga oder Flow Yoga haben ihren Ursprung in diesem System.

Herkunft des Begriffes

Wörtlich übersetzt bedeutet Ashtanga „acht-gliedrig“ oder „achtfacher Weg“ und steht damit in der Tradition des klassischen achtgliedrigen Pfads des Patanjali. Der Begriff der Achtgliedrigkeit bezieht sich auf die Aspekte: Yama, Niyama, Asana, Pranayama, Pratyahara, Dharana, Dhyana und Samadhi, was weiter unten ausführlicher erläutert wird. Zur Abgrenzung vom klassischen Raja Yoga handelt es sich um ein philosophisches System aus acht Gliedern, für das der Begriff ebenfalls Verwendung findet – daher wird das System daher oft auch als Ashtanga Vinyasa Yoga, Power Yoga oder Dynamic Yoga bezeichnet.

Geschichte des Ashtanga-Yogas

Ashtanga wurde im Westen durch Tirumalai Krishnamacharya eingeführt. Krishnamacharya war ein Indischer Yogalehrer, Ayurveda-Heiler und Sanskrit-Gelehrter und wird häufig als „Vater des modern Yogas“ bezeichnet. Er gilt als einer der einflussreichsten Yogalehrer des 20. Jahrhunderts, der die Tradition des Hatha Yogas neu belebte und im Westen einführte.

Krishnamacharya unterrichtete basierend auf alten Sanskritschriften von Vamana Rishi ab 1927 in diesem Yoga und gründete 1948 in seinem Wohnhaus in Mysore das „Ashtanga Yoga Research Institute“. Erst in den 70er Jahren wurden erste westliche Schüler in dieses System eingeweiht, die es schließlich in der westlichen Welt verbreiteten. Seit den 90er Jahren gewann Ashtanga Yoga durch bekannte Musiker wie Madonna und Sting zunehmend an Popularität.

Ashtanga Yoga für Anfänger

Ashtanga Yoga zählt zu den körperlich anspruchvollsten Hatha-Yogaarten, was jedoch nicht bedeutet, dass Anfänger oder tendenziell ungelenkige Menschen überfordert werden. Ein guter Lehrer erkennt früh die Grenzen und Entfaltungsmöglichkeiten seines Schülers und weist ihn einfühlsam und individuell in alle Übungen ein. Anfänger sollten beim Ashtanga Yoga  nicht gleich das Ziel haben, direkt nach der ersten Übungseinheit den Fuß hinter den Kopf zu ziehen, sondern eher vorsichtig vorgehen.

Der Körper wird erst im Laufe des regelmäßigen, sanften Trainings immer dehnbarer und kräftiger. Wie bei anderen Yogaarten auch steht beim Ashtanga Yoga nicht das körperliche Training, sondern die harmonisierende und aufbauende Wirkung der Übungen auf Geist und Seele im Vordergrund.

Neben der positiven gesundheitlichen Wirkung sind spirituelles und energetisches Wachstum und Transformation die Früchte, die regelmäßig Praktizierende ernten werden.

Bekannte Yogalehrer

Die bekanntesten indischen Schüler sind:

• sein Sohn T. K. V. Desikachar • Indra Devi (✝ 2002)
• sein Schwager B. K. S. Iyengar
• K. Pattabhi Jois (✝ 2009)
• Manju Pattabhi Jois und Sharath Rangaswamy (der Sohn bzw. der Enkel von Krishna Pattabhi Jois).
• und A. G. Mohan

Zu den bekanntesten westlichen Schülern Krishnamacharyas zählen renommierte Yogalehrer wie:

• David Williams
• Nancy Gilgoff
• David Swenson
• Tim Miller
• John Scott
• Richard Freeman
• Lino Miele

Foto: Depositphotos.com | bhairav

Ashtanga Yoga

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