Ashtanga-Yoga nach Sri K. Pattabhi Jois

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Ashtanga-Yoga nach Sri K. Pattabhi Jois

Die Form und Verbreitung von Ashtanga Yoga wie es heute überwiegend praktiziert wird, haben wir Sri K. Pattabhi Jois und seinem lebenslangen Studium des Yoga zu verdanken. „Guruji“ (Guru = Lehrer; ji = Respektsform), wie er von seinen Schülern liebevoll genannt wird, ist auch heute noch die Autorität für Ashtanga Yoga und weltweit eine lebende Legende.

Dieses System hat Sri K. Pattabhi Jois 1927 von seinem Guru T. Krishnamacharya übernommen und lehrt es heute im Alter von 93 Jahren noch immer – praktisch unverändert, in seiner Shala in Mysore, Südindien.

Wenn diese Form des Ashtanga Yoga, in korrekter Weise praktiziert wird, ermöglicht es dem Praktizierenden sein volles Potential auf allen Ebenen des menschlichen Bewusstseins zu entdecken und zu erweitern – physisch, psychisch, intellektuell und spirituell.

SEINE METHODE

Für Sri K. Pattabhi Jois ist das 3. Glied – die Asanas oder Körperstellungen – der Einstieg in die Yoga Praxis. Da wir in einer extrem nach außen gerichteten „körperlichen“ Welt leben und funktionieren, ist auch der Beginn von Ashtanga Yoga zunächst ein Körperlicher.

Nach dieser Methode ist die Abfolge der Asanas in einer festgelegten Sequenz vorgegeben. Jedes Asana ist mit dem nächsten durch eine ebenso vorgegebene Bewegungsabfolge verknüpft. Jede Bewegung wird unter Anwendung einer besonderen Atemtechnik (Ujjayi Atmung) mit einem Atemzug synchronisiert (Vinyasa). Die Augen werden auf festgelegte Blickpunkte (Drishtis) fixiert und energetische Körperverschlüsse (Bandhas) werden aktiviert. Der Geist wird nach Innen gerichtet und durch dieses Zusammenwirken von Asanas, Vinyasas, Drishtis, Bandhas und Ujjayi Atmung kommt es zu einem „Meditativen Tanz des Körpers mit dem Geist und dem Atem“.

Es ist zunächst ein, körperlicher Ansatz, der aber durch die regelmäßige Praxis rasch auch einen Effekt auf Geist und Seele zeigt und zu einem Erwachen eines tieferen Bewusstseins gegenüber sich selbst und der Umwelt führt.

Diese Asana Praxis ist Einstieg und Fundament für die anderen Glieder. Es ist die Vorbereitung des Körpers für Pranayama und der Schlüssel für das Erwachen eines tieferen Verständnis und Interesse an den beiden ersten Gliedern. Aufbauend auf diesen ersten vier, sogenannten externen Gliedern (Yama, Niyama, Asana, Pranayama) entfalten sich über eine regelmäßige Praxis die letzten vier, nach Innen orientierten Glieder (Pratyahara, Dharana, Dhyana, Samadhi).

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