Babaji

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Babaji

Der Himalaya-Yogi Mahavatar Babaji oder auch Mahakaya Babaji ist eine rätselhafte Persönlichkeit und Begründer des Kriya-Yoga, war laut Angaben der Bergbewohner etwa 1800 Jahre alt. Die westliche Welt erfuhr das erste mal im Rahmen des Werkes „Autobiographie eines Yogi“ von Paramahansa Yogananda. Der berühmte indische Arzt Dr Ram Bhosle behauptete indessen sogar, sechs Jahre mit Babaji gelebt zu haben.

„Mahavatar“ bedeutet „große Inkarnation“. Er wird wegen seines offenbar unsterblichen Körpers jedoch auch als "Mahakaya“ bezeichnet, w seine unsterblichen Körper bekannt.

Die abgelegenen Regionen des Himalayas ist die Heimat vieler Rishis, Tapavis und Siddhayogis, die sich dort in spezieller, hochkomplizierter Praxis üben. Sie alle leben in kargen Höhlen in überwiegend eisigem Klima. Nur wenige betreiben Ashrams inmitten der weiten Grünflächen des Himalaya. 

Um dieses Umfeld der vollendeten Yogis kreisen viele sagenhaften Überlieferungen von übernatürlichen Phänomenen. 

Einer dieser ewigen Meister war Mahavatar Babaji, der dem Lehrer Paramhamsa Yoganandas einst erschienen ist. Angeblich besitzt dieser Meister einen mittlerweile 1800-jahre alten, dennoch nach wie vor jugendliche Erscheinung. Er ist der Begründer des Kriya Yoga, einer Disziplin, welche die Reinigung von Körper, Seele und Geist über bestimmte Techniken der Atemkontrolle  bewirkt um Langlebigkeit, Gesundheit.

Kindheit Babajis

Babaji wurde am 30. November 203 n. Chr. in einem kleinen Dorf an der Küste von Parangipettai geboren. Sein Vater war der Priester im Shiva-Tempel dieses Dorfes. 

Im Alter von fünf Jahren wurde von einem Händler entführt und als Sklave ins heutige Kaltkutta gebracht. Ein reicher Kaufmann kaufte ihn nur, um ihm die Freiheit zu schenken. Er schloss sich einer kleinen Gruppe wandernder Mönche an und wurde von ihnen in die heiligen, religiöse und philosophische Literatur Indiens unterrichtet.  Dieses Leben befriedigte ihn jedoch nicht auf Dauer. Er hörte von Agastyar,  ein großer Siddha und großer Meister. Dort traf er einen Schüler von Agastyar, namens Boganathar. Bei ihm studierte er etwa vier Jahre lang intensiv Meditation, intensiv und die Philosophie der Siddhas. 

Erscheinung Babajis

Jeder Mensch, der Babaji begegnet ist beschreibt ihn als jugendlich, mit geschorenen Haaren, mit einer Rudraksha Mala (Gebetskette aus recht großen, rauen natürlich gewachsenen Kugeln) dem typischen Kumkum Tilak (Zeichnung auf dem Stirnchaktra aus Asche oder Kurkuma). Wie in allen Bereichen gibt es selbstverständlich auch in Indien viele „Trittbrettfahrer“ die behaupteten, der „wahre Mahavatar Babaji“ zu sein. 

Meister der Meister

Babajis Einfluss als Guru hat im Laufe der Jahrhunderte spirituelle Lehrer wie Adi Shankaracharya und Kabir wie auch neuere Lehrer wie Sai Baba von Shirdi (nicht zu verwechseln mit Sai Baba aus Puttaparthi), Gajanan Maharaj von Shegaon und Swami Samartha von Akkalkot beeinflusst. Die letzten drei waren angeblich Revolutionäre die im ersten Krieg der indischen Unabhängigkeit im Jahre 1857 für tot erklärt wurden und in den Himalaya fliehen konnten, wo sie später eine spirituelle Einweihung von Babaji erhielten. Schließlich kehrten sie als erleuchtete Führer zurück und teilten ihr Wissen mit den Menschen. 

Babajis Wirken

Babaji arbeitet meist im Stillen, im Verborgenen – dies auch während der Zeit als spiritueller Mentor diverser Meister. Es heißt, dass er das Schicksal Indiens und seines Volkes beinflusste und führte. Es gilt als der wichtigste, zeitgenössische Siddyayogi – über nahzu zwei Jahrtausende hat er Hunderte von verwirklichten Schülern auf den Weg gebracht, gefördert und ausgebildet. 

Einer dieser  Schüler ist der bekannte Arzt und Heiler Dr. Ram Bhosle, der in Mumbai lebt und arbeitet. Es ist einer der weltweit bekanntesten und anerkanntesten Masseure, die Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie Mahatma Ghandi zu seinen Patienten zählen durfte. Dr. Bhosle war zunächst indischer Freiheitskämpfer und war wegen mehrerer Haftbefhele der Briten gezwungen in den Himalaya zu fliehen. 

Dort begegnete er Mahavatar Babaji eher zufällig. Er massierte Babji und dieser gewährte ihm in seinem Haus Zuflucht für drei Monate. Es sollten sechs Jahre werden, die Bhosle und Babaji miteinander verbringen. 

Wie große viele großen Yogis konnte sich auch Babaji angeblich dematerialisieren und jede beliebige, lebende Form annehmen: ein alter Mann, ein junger Mann, ein Tier. So versprach er einmal einem Schüler, dessen Fest zu besuchen. Als ihn der Mann später frage, warum er nicht gekommen sei erwiderte Babaji: „Ich war da. Ich war der scheckige, kleine Hund, den Du selbst mit den Essensresten füttertest.“ Der Schüler soll sprachlos gewesen sein, weil es sich genau so zugetragen hat.

Paramahansa Yogananda beschrieb in „Autobiographie eines Yogi“ hocheffektive Yoga-Techniken, die von dem ehemaligen Babaji-Schüler Lahiri Mahasaya weitergegeben wurden. Unter den Schülern befand sich etwa 30 Jahre später Yoganandas Lehrer Sri Yukteswar. Nachdem Yogananda 10 Jahre bei seinem Guru in die Lehre ging erschien auch diesem schließlich Babaji und unterwies ihn, Kriya Yoga in den Westen zu bringen. Yogananda erfüllte diese Mission in den Jahren 1920 bis 1952 bevor er wieder nach Indien zurückkehrte.

Viele Mythen und geheimnisvolle Geschichten ranken sich um Babaji – ähnlich wie um Jesus Christus.

Babaji schenkt der Welt den Kriya Yoga

In Südindien bereitete Babaji im Jahre 1942 zwei Menschen darauf vor, Kriya Yoga zu verbreiten. SAA Ramaiah, ein junger Geologiestudent an der Universität von Madras sowie VT Neelekantan, ein berühmter Journalist und enger Schüler von Annie Besant, Präsidentin der Theosophischen Gesellschaft und Mentorin von Krishnamurti. 

Babaji erschien jedem von ihnen und führte sie schließlich zusammen um für seine Mission, Kriya-Yoga zu verbreiten, zu arbeiten. In den Jahren 1952 und 1953 diktierte Babaji VT Neelakantan drei Bücher: „The Voice of Babaji and Mysticism Unlocked“, „Babajis Masterkey to All Ills“ und „Babaji´s Death of Death“. 

Am 17. Oktober 1952 gründeten sie auf Anweisung Babajis eine neue Organisation: die „Kriya Babji Sangah“. Die Veröffentlichung und Verbreitung der Bücher galten in ganz Indien als Sensation. Die SRF (Self Realization Fellowship) war bestrebt, Aktivitäten die Kriya Babaji Sangah zu unterdrücken. 

Die Essenz aller Lehren Babajis lautete: „Wer bin ich?“ und im Laufe dieser Fragestellung führt er uns über das Wissen „wer wir sind“ auf die Antwort „wer Babaji ist“.

Diese Fragen bezüglich der Selbsterkenntnis wurde in dem Buch „Babaji und die 18 Siddha Kriya Yoga Traditionene“.

Babaji erhielt den Namen "Nagaraj" was aus dem Sanskrit übersetzt „Schlangenkönig“ bedeutet. Schlange bezieht sich in diesem Kontext auf die „Kundalini“-Schlange, die bei jedem Menschen auf Höhe des Wurzelchakras „ruht“ bevor sie durch spezielle Techniken „erweckt“ wird, was hochspirituelle Kraft und hohes, reines spirituelles Bewusstsein bedeutet.