Jai Uttal – der Pionier der spirituellen Weltmusik

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Jai Uttal – der Pionier der spirituellen Weltmusik

Jai Uttal gilt als Pionier der Weltmusik. Seine musikalischen Wurzeln umfassen eine Vielzahl an Kulturen und Traditionen – doch vor allem fühlt er sich mit der traditionellen indischen Musik verbunden, die er mit eindringlichen Rhythmen und zeitgenössischen Elektrosounds mischt.

Die Kindheit Jai Uttals

Jai Uttal wuchs in New York City auf. Schon früh spielte Musik eine wichtige Rolle für ihn: bereits mit sieben Jahren lernte er klassisches Klavier, später kamen noch das Banjo, Gitarre und Mundharmonika hinzu. Er war immer von die Facettenreichtum unterschiedlicher Musikkulturen und Stilen fasziniert und er experimentierte im Laufe seines Lebens mit allen erdenklichen Formen des musikalischen Ausdrucks, was ihn schließlich mit Ali Akbar Khan (Ravi Shankar) in Kontakt brachte.

Im Alter von 19 Jahren zog Jai Uttal nach Kalifornien, um als Schüler der Khansahib die traditionelle Stimmbildung  und das Spielen auf der 25-saitigen Sarod zu erlernen.

Kurz darauf reiste Später reiste er mehrfach nach Indien, wo er unter den Bauls, den wandernden Straßenmusikanten Bengalens lebte – diese Zeit prägte seinen unverwechselbaren Stil.

 

Jai Uttal triftt seinen Guru

Während dieser häufigen Besuche in Indien führte ihn sein Weg eines Tages zu seinem Lehrer  Neem Karoli Baba, der ebenfalls der Guruji von Krishna Das war-. Er verbrachte viel Zeit mit dem Studium des Wesens der hinduistischen wie auch buddhistischen Traditionen und wurde intensiv in die Praxis des Kirtans eingeführt, dem Yoga des Gesangs. Diese musikalische Gebetsform blieb bis heute Kern seines musikalischen und spirituellen Lebens.

Als Jai Uttal in die USA zurückkehrte waren sowohl er wie auch sein musikalischer Ausdruck verwandelt. Doch nach wie vor setzte er sich nach wie vor intensiv Reggae, Motown, Punk und Blues auseinander. Schließlich leitete er Kirtangruppen im gesamten US-amerikanischen Raum an. Sein ungewöhnlicher Gesang in Verbindung mit dem Einsatz exotischer Instrumente fand 1991 in seinem ersten Debütalbum „Footprints“ seinen Ausdruck. Das Album wurde von den Kritikern hochgelobt und hob Jai und seine Band „Pagan Love Orchestra“ auf das große internationale Musikerparkett.

Im Jahre 1993 veröffentlichte er sein zweites Album „Monkey“ was ihm und seiner Band zu einer riesigen Fangemeinde verhalf und sogar eine Top-Ten-Platzierung in den World Music Charts. Im Jahre 1994 veröffentlichte er das Album „Beggars and Chants“, eine Hommage an die Wandersänger Bengalens, die ihn einst inspirierten. In dieser Zeit produzierte er ebenfalls zwei CDs für seinen Lehrer Ravi Shankar. Die große Virtuosität Jai Uttals, Khansahib zu komponieren und mit westlicher Orchestrierung zu interpretieren ließ seine Reputation innerhalb der indischen Musikergemeinschaft stetig wachsen.

Jai Uttals vierte Veröffentlichung „Shiva Station“ gilt als weiterer musikalischer Quantensprung. Bei diesem Album beeinflusste der Produzent Bill Laswell die Atmosphäre wesentlich und die traditionellen Gesänge wurden in einer völlig neuen Form interpretiert.

Die Konzerte, die Jai Uttal in dieser Zeit gab erinnerten an eine Kombination von Kloster meets Diskothek, womit er vermitteln wollte, dass es durchaus möglich ist, weltliches und spirituelles Leben miteinander zu vereinen – so auch in der Musik.

Da in dieser Zeit das Interesse an Yoga, Spiritualität und spiritueller Musik ständig wachsendes Interesse erfuhr, wurden seine Kirtan-Workshops und Konzerte weltweit immer beliebter.

Er gab bis heute Konzerte und Workshops von Deutschland bis hin zu den Fiji-Inseln und gilt nach wie vor als einer der anerkanntesten und populärsten spirituellen Musikern der Welt.

Im Jahr 2002 verbuchte er mit der CD „Narada“ große Verkaufserfolge. Er kombinierte brasilianische Musikeinflüsse mit hebräischen Gebeten, Appalachian Blues, psychedelische Beats und indische Gesänge. Es gilt als Jai Uttals persönlichstes Album, da er in den Jahren zuvor durch viele schwierige, jedoch transformierende Prozesse gegangen ist und beschloss, all das in dieser CD umzusetzen: eine „Feier der Wiedergeburt“, die Empfindung der Dankbarkeit und der Hingabe, diese schwierige Zeit überstanden zu haben und ihr als Quintessenz musikalisch Ausdruck zu verleihen.

Jai Uttal schafft Brücken, die Herzen und Kulturen miteinander vereint

Fotos: www.jaiuttal.com

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