Karma Yoga

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Karma Yoga

Eine der Übersetzungen des Wortes Yoga ist „Geschicklichkeit im Tun“. Zu TUN ist daher noch präziser umrissen. Der Sanskritbegriff Karma wurde von der Wurzel des Wortes Kri abgeleitet was „handeln“ bedeutet. Übertragen auf unsere Handlungen sind daher alle unsere Tätigkeiten, ob geistig oder körperlich, gleichzeitig Karma Yoga.

Daher sind Hingabe, Liebe, Wertschätzung, Meditation, Konzentration ebenso wie zu essen, zu trinken, das Gehen, Sprechen und sonstige organische Funktionen als Karma Yoga zu bezeichnen. Jeder Aktion folgt eine Reaktion. Keine Aktion kann von ihrem Ergebnis getrennt werden, da keine Ursache von seiner Wirkung getrennt werden kann.

Man muss nicht in einem Ashram leben, um Karma-Yoga zu praktizieren

Alle Arbeiten und Pflichten in Haushalt und Garten können zu Karma-Yoga werden. Allerdings muss die Tätigkeit stets ohne die Erwartung auf Entschädigung, eines Lobs oder ähnlichem verrichtet werden.

Doch dies ist nicht so einfach – daher wird zum Beispiel eher eine ehrenamtliche Tätigkeit empfohlen außerhalb der eigenen vier Wände um den eigenen spirituellen Fortschritt zu begünstigen. Hier gibt es viele Möglichkeiten: zum Beispiel Obdachlosen zu helfen, Kranke zu unterstützen, Nachbarn unter die Arme greifen, in Tierheimen aushelfen etc.

Selbst jemandem über die Straße zu helfen oder bei einer Autopanne beizustehen kann Karma-Yoga sein.

Karma-Yoga für eher aktive Menschen

Der aktive Mensch wird erfahrungsgemäß eher wenig Geduld für die philosophischen Lehren und Denkgerüste des Jnana Yoga haben und folglich wenig praktischen Inhalt darin finden. Dies gilt wahrscheinlich auch für sein Inteersse an bhakti (absichtslose Hingabe) oder Psychologie. Das Hauptanliegen der aktiven Persönlichkeit ist das Handeln, aktiv zu sein, etwas zu schaffen, zu er-schaffen, wovon viele Menschen profitieren. Daher ist Karma-Yoga, das Yoga der Aktion und des Handelns für ihn der ideale Weg, Gutes zu tun und sich einzubringen.

Yoga der Reinigung

Karma Yoga ist im übertragenen Sinne das Yoga der Reinigung: Reinigung der Seele, Reinigung des Geistes, Reinigung des Herzens. Aufgrund unserer uns angeborenen, ursprünglichen Unwissenheit von allen Zusammenhängen werden wir meist von Egoismus und Selbstbezogenheit angetrieben. Daher sind auch die meisten unserer Handlugen durch ein egoistisches Motive in die Wege angetrieben worden.

Die Übung des Karma Yogas entwickelt Selbstlosigkeit durch Tätigkeiten und Aktionen ohne jegliche Erwartung aller Belohnungen oder Ergebnisse jeglicher Art.

Warum ist Karma-Yoga wichtig?

In der Regel erwarten wir für unsere Arbeit entsprechende Frücht: eine finanzielle Entschädigung, öffentliche Anerkennung, Vergünstigungen, Vorteile, ein Dankeschön usw. Der Karma Yogi indessen beobachtet seinen Geist, um zu überprüfen, ob er Freude oder eher Enttäuschung in Abwesenheit von Lob und Entschädigung erhält. Daher gilt Karma Yoga als perfekte Geistes-, Ego- und Persönlichkeitsschulung.

Mutter Theresa oder Amma sind moderne Karma Yoginis, die ihre Arbeit als „aktive Liebe“ bezeichnen.

Karma-Yoga in einem Yoga-Zentrum oder Ashram

Die meisten Ashrams oder Klöster auf der ganzen Welt bieten Menschen die Möglichkeit, „seva“, den selbstlosen Dienst zu praktizieren.

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Claudia Verde ist Autorin und Meditations-Lehrerin, Coach und Beraterin für Ernährung und ganzheitliche Lebensführung. www.claudia-verde.de
  • Bhakti Yoga – Der Weg der selbstlosen Liebe

    Bhakti Yoga ist kein intellektueller, sondern ein emotionaler, spiritueller Weg, der Hinwendung zu Gott – ein einfacher, dennoch erhabener Yogaweg, um zu sich selbst zu finden. Nahezu alle Praktizierenden heben diesen Yogaweg als den ursprünglichsten hervor. Bei Bhaktiyoga handelt es sich um reine, uneingeschränkte spirituelle Hingabe an Gott, der für die absolute Liebe steht. Das Göttliche ist das Geliebte und der Devotee ist der Liebende. Im Bhakti Yoga gilt alles Irdische als die Manifestation des Göttlichen und Aspekte wie das Ego als unwichtig und auflösenswert.

  • Yoga, Klang, Schwingung – über die Macht des Klangs

    Spirituelle Klänge, Töne und Musik können transformierend wirken und heilsam wirken: sie können uns entspannen, in die Ruhe oder in ekstatische Gefühlsstimmungen bringen oder uns bei spirituellen oder heilenden Praktiken unterstützen. Entsprechende Klänge können daher Gleichgewicht und Harmonie in unser hektisches Leben bringen und uns begleiten auf unserem spirituellen Weg.

  • Jai Uttal – der Pionier der spirituellen Weltmusik
    Eine der Übersetzungen des Wortes Yoga ist „Geschicklichkeit im Tun“. Zu TUN ist daher noch präziser umrissen. Der Sanskritbegriff Karma wurde von der Wurzel des Wortes Kri abgeleitet was „handeln“ bedeutet. Übertragen auf unsere Handlungen sind daher alle unsere Tätigkeiten, ob geistig oder körperlich, gleichzeitig Karma Yoga….
  • Spirituelle Lehrer

    Was versteht man unter einem spirituellen Lehrer? Ein spiritueller Lehrer ist eine Person, die uns auf dem Weg oder innerhalb des Prozesses der Sinnfindung oder Erkenntnisgewinnung begleitet, unterstützt oder anweist. Ein spiritueller Lehrer respektiert Natur und Lerntempo seines Schülers und vermittelt lediglich die Menge an Informationen, die er verarbeiten kann.

  • Samarpan

    Samarpan Golden wurde im Jahre 1941 in San Francisco als sechstes von acht Kindern geboren und verbrachte seine Kindheit in einer katholischen Familie. Nach dem Abitur entschied er er, ein Priesterseminar zu besuchen. Nach drei Jahren besuchte er drei Jahre lang ein Priesterseminar und studierte anschließend Psychologie. Nachfolgend war er für kurze Zeit als Psychologe tätig und arbeitete dann in einer Gasfirma und später auch als Klempner, Taxifahrer und Fensterputzer.