Krishna Das – Yoga des Klangs

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Krishna Das – Yoga des Klangs

Krishna Das gilt als der westliche Altmeister des Kirtangesangs. Er gilt neben Bhagavan Das, Jai Uttal Ragani, Sean Johnson und The Wild Lotus Band, Shyamdas, Lokah Musik, Wah!, Girish, Deva Premal und Miten als einer der bekanntesten Sänger spiritueller Musik und hat seit 1996 mehr als acht CDs und kürzlich einen mehrfach ausgezeichneten Dokumentarfilm produziert.

Kirtan – Gesang der Heilung

Kirtan gilt als eine besondere Form des emotional tief versunkenen Singens spiritueller Texte. Kirtan berührt und öffnet das Herz, klärt den Geist und harmonisiert alle Ebenen des Seins. Diese Art von Gesang hat nachweislich eine beruhigende Wirkung auf Nerven und Emotionen sowie generell auf den physischen Körper. Beim Kirtan wird überwiegend in Sanskrit gesungen, kann jedoch in jeder

Sprache gesungen werden. Selbst das Singen der christlichen Hymnen kann als Kirtan bezeichnet werden. Sanskrit, die älteste Sprache der Welt wird auch als Devangari, die Sprache der Götter bezeichnet.

Kirtan kann als Yoga des Klangs bezeichnet werden, da die Gesänge und verschiedenen Töne in Verbindung mit der heiligen Sprache Sanskrit die feinstofflichen Kanäle des Körpers und Chakren zum Schwingen bringt und somit eine ausgleichende und harmonisierende Wirkung auf den gesamten Organismus hat.

Über Krishna Das

Krishna Das wurde am 31. Mai 1947 als Jeffrey Kagel in Long Island, New York/USA geboren. Er erlernte das Klavierspielen, sowie das trompetenartige Kornett und das Euphonium. Im Alter von neun Jahren kam er erstmals mit Rock n Roll in Berührung, was sein Leben nachhaltig prägen sollte.

Er träumte davon, eines Tages ein Blues-Sänger zu werden, doch schließlich er ging seine ganz eigenen musikalischen Wege, die später dazu führten, Mitglied des Blue Öyster Cults zu werden.

Krishna Das Interesse für östliche Philosophie wurde immer größer und er schrieb sich auf der State University in New Paltz ein. Doch schon bald verlor er das Interesse an dem starren Duktus des wissenschaftlichen Studienablaufs und gab das Studium desillusioniert auf.

Die Zeit der Orientierungslosigkeit

In dieser Zeit des Orientierungslosigkeit begegnete er dem Schriftsteller und spirituellen Lehrer Ram Dass, der ihm 1969 die Möglichkeit anbot, sich ihm anzuschließen. Kurz darauf lud ihn der Musikmanager Sandy Pearlman ein, sich der kommenden Tournee anzuschließen und ebnete somit einen wichtigen Scheideweg in Krishna Das Leben.

Krishna Das in Indien

Krishna Das reiste im August 1970 erstmals nach Indien und ging dort in die Lehre des spirituellen Lehrers Neem Karoli Baba, genannt Maharaj-ji. Er lehrte Krishna Das altindische Meditationspraktiken, Bhakti Yoga und vor allem den Gesang.

Nach kurzer Zeit legte er seinen weltlichen Namen Jeffrey Kagel ab und nahm den spirituellen Namen Krishna Das an, um fortan den Weg des Bhakti-Yoga, den Weg der Hingabe zu gehen.

Im Ashram von Neem Karoli Baba lernte er, allen weltlichen Aspekten, die ihn unfrei machten zu entsagen, um den Weg der bedingungslosen Liebe zu gehen.

Der Gesang war eine Möglichkeit, den Kopf von allen Gedanken zu befreien und alle Konditionierungen zu überwinden.

Rückkehr in den Westen

Nach zweieinhalb Jahren Ashramaufenthalt forderte ihn sein Lehrer auf, in die Staaten zurückzukehren. Krishna Das hegte nie die Absicht, jemals wieder in die Staaten zu gehen und empfand es als Schock, dass sein geliebter Lehrer ihn zurückschickte.

Dennoch gehorchte Krishna Das der Aufforderung seines Lehrers, gedachte jedoch, so schnell wie möglich nach Indien zurückzukehren.

Nur sechs Monate nach der Rückkehr in die Heimat erreichte ihn die Nachricht, dass Neem Karoli Baba gestorben sei. Das veränderte Krishna Das Leben, denn aufgrund seiner großen Trauer verlor er seinen Anker, sein Selbstvertrauen und die Liebe zu sich selbst.

Trotz der intensiven Erfahrungen und der Transformation, die Krishna Das in dem Ashram seines Lehrers in Indien machen durfte, ereilten ihn bereits nach kurzer Zeit in den USA die gleichen Probleme, Sorgen und persönlichen Herausforderungen, denen er vor seiner Reise nach Indien entfliehen wollte.

Nachdem sein Lehrer gestorben ist fiel er erneut in seine inneren Schatten und neigte zur Selbstzerstörung. Völlig orientierungslos reiste er von nun an durch ganz Amerika und spielte in verschiedenen Bands, mit unterschiedlichen Musikern wie Jai Uttal, der ebenfalls Schüler von Neem Karoli Baba war, dem Violinisten Charlie Burnham, der Kirtansängerin Diana Rogers, die ihn wieder mit dem traditionellen indischen Gesang verbinden konnte.

Krishna Das fand Trost in der Musik und sammelte immer mehr Kraft in der regelmäßigen Praxis des Bhakti-Yoga.

Der Gesang als Berufung

Im Jahre 1994 spürte er das Verlangen, mit seinem Harmonium in die Welt zu gehen um die heilende Kraft des Kirtans, des andächtigen Singens mit anderen Menschen zu teilen. Er startete mit diesem Vorhaben in einem Yogazentrum in New York, wo er eine immer größer werdende Teilnehmerzahl seiner Kirtans begrüßen durfte.

Der Gesang hat seine Seele heilen können und das wollte er ebenfalls anderen Menschen zukommen lassen.

Das erste Album

Bereits 1995 veröffentlichte er das Album „One Track Heart“. Was zunächst als erstes musikalisches In-die-Welt-gehen gedacht war, entpuppte sich als akustischer Liebling der spirituellen Szene und immer mehr Menschen wollten an seinen Kirtan-Veranstaltungen teilnehmen und teilhaben.

Seine Kompositionen erreichten viele Menschen, da es ihm auf besondere Weise gelungen ist, eine Brücke zwischen traditionellen indischen Klängen, dem Gesang in Sanskrit und westlichen Hörgewohnheiten zu bauen.

Krishna Das Alben erobern die Welt

Es folgten Alben wie „Pilgrim Heart“, „Breath of Heart“ und „Door of Faith“,  die unter Kritikern doch auch unter Musikerkollegen wie Sting oder Madonna, die sich als Krishna Das-Fans bekennen, zu Begeisterungsstürmen führte.

Viele weitere Alben folgten – unter anderem sein Live-Album „Ananda“ im Jahre 2012, das 2013 für den Grammy Award für das beste New-Age-Album nominiert wurde.

Auf der ganzen Welt werden Menschen in den Bann Krishna Das´ beruhigender, nahezu hypnotischen und dennoch bescheiden wirkenden Stimme gezogen.

Die letzten persönlichen Worte seines Lehrers vor der Rückreise in die Staaten war: „Wie willst Du mir dienen?“

Krishna Das dachte nach, verbeugte sich ein letztes Mal aus der Ferne und dachte plötzlich bei sich: „Ich werde für Dich in den USA singen“.

Und Krishna Das sang für seinen geliebten Lehrer, für sich, für die ganze Welt. Direkt in die Herzen. Bis heute.

In den letzten Jahren gab Krishna Das viele Workshops, Meditationskurse und Satangs.

Informationen hierzu finden sich auf seiner aktuellen Seite:

www.krishnadas.com

Discographie

1996: One Track Heart

1998: Pilgrim Heart

2000: Live… on Earth

2001: Breath of the Heart

2003: Door of Faith

2005: All One

2006: Gathering in the Light

2007: Flow of Grace: Chanting the Hanuman Chalisa

2008: Heart Full of Soul

2010: Heart as Wide as the World

2012: Live Ananda

 

Foto: www.krishnadas.com