Kriya Yoga

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Kriya Yoga

Bei Kriya-Yoga (aus dem Sanskrit kri „handeln“ und ya „die göttliche Seele des Menschen“) handelt es sich um eine Form des Raja-Yogas – einer Königsdisziplin der Yoga-Arten. Das regelmäßige Praktizieren des Kriya-Yogas soll Selbstverwirklichung, Avidya (Auflösung von Unwissenheit und Karma), sowie eine tiefe, selbstlose Liebe zu allen Mitgeschöpfen bewirken.

Im Westen erlangte Kriya-Yoga durch bekannte Lehrer wie Yogananda, Paramahamsa Hariharananda oder Paramahamsa einen sehr großen Bekanntheitsgrad.

Bei Kriya Yoga handelt es sich um eine jahrtausendealte Methode für eine tiefgreifende persönliche, spirituelle, heilvolle Entwicklung von Seele, Körper und Geist. Die Kriya-Yoga-Lehre gilt als die Quintessenz aller Wissenschaften, Lehren und spirituellen Pfade – dennoch als einfach zu praktizierender, sicherer und schneller Weg zu spiritueller Verwirklichung. Kriya-Yoga verstrickt sich nicht in Dogmen oder strengen Regeln sondern ermöglicht Anfängern wie auch Fortgeschrittenen  ungeachtet der körperlichen Konstitution, Alter oder Ausrichtung eine wertvolle und effektive Technik.

Das Kriya-Yoga jedoch ein ernsthafter, tiefgreifender Weg ist, umschiffte er bislang erfolgreich die inflationär angebotenen Kurse in Fitnessstudios und ähnlichen Einrichtungen.  Kriya-Yoga wird immer vom Meister an den Schüler oder unter unter Anleitung eines autorisierten Lehrers weitergegeben. Das regelmäßige Praktizieren von Pranayama (Lenkung des Atems) und spezielle Asanas bewirken die Herrschaft über Atem, Körper, Verstand, Gedanken, Ängste und Ego. Die Kontrolle über alle psychischen und physischen Aspekte bewirkt allmählich, Stufe für Stufe eine tiefgreifende Transformation auf jeder Ebene.

Kriya Yoga blickt auf eine jahrtausende lange Tradition zurück und wird seit unendlich langer Zeit von Heiligen, Weisen und spirituell ernsthaft Suchenden praktiziert.

 

Kriya Yoga heute

Zunächst schien die Lehre des Kriya Yogas verlorengegangen zu sein doch der große Avatar Babaji Maharaj vermittelte Mitte des 19. Jahrhunderts seinem Schüler Lahiri Mahasaya diese uralte Linie, um sie erneut in Indien zu verbreiten.

Lahiri Mahasaya unterrichtete bedeutende Schüler wie Swami Shri Yukteshwar Giri, der wiederum Lehrer des auch im Westen sehr hoch geschätzten und bekannten Lehrers Paramahamsa Yogananda war. Im Jahre 1920 ging Yogananda ging auf dringenden Wunsches Shri Yukteshwars in die U.S.A. und wurde durch Vorträge und sein Buch „Autobiographie eines Yogi“ weltberühmt.

Einer der bedeutendsten Schüler von Shri Yukteshwar und Paramahamsa Yogananda war Paramahamsa Hariharananda, der viele Zentren in den U.S.A. und Europa gegründet hat. Bereits mit vierzig Jahren erreichte er Nirvikalpa Samadhi, den puls- und atemlosen Zustand, der als höchste Stufe yogischer Entwicklung gilt. Nachdem er im Jahre 2002 bewusst seinen Körper verlassen und in den Mahasamadhi eingetreten ist, wurde sein engster Schüler Paramahamsa Prajnanananda zu seinem Nachfolger bestimmt und setzt nun dessen Werk – die Verbreitung des Kriya-Yogas – fort.

In allem, was lebt und ist schwingt die allumfassende Kraft des Lebens und der Liebe der göttlichen oder universellen Liebe. Über die bewusste Atmung, die Kontrolle des Atems und intensiver Meditationspraxis können wir die Präsenz des Göttlichen, des Allumfassenden, des Universellen erfahren und durchdringen. Wir sind ständig im Atem. Wenn wir gewahr werden, dass Atmung allgegenwärtig ist und für die universelle Macht steht erkennen wir, dass wir zu jeder Zeit an jedem Ort, in jedem Stress- und Bewusstseinszustand göttliche Ruhe erfahren und verinnerlichen können. Dieses Wissen bewirkt eine tiefe, unerschütterliche Erfahrung von Frieden, Geborgenheit, Kraft und Ruhe.
(Foto: Depositphotos.com | FurmanAnna)