Kundalini-Yoga

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Kundalini-Yoga

In der vedischen Tradition bezeichnet Kundalini Yoga die Praxis der Erweckung der Kundalini und ihr Aufsteigen durch die Chakren ins oberste Chakra. Mittels yogischer Techniken wie Körperübungen (Asana), Atemübungen (Pranayama), Fingergesten (Mudras), Mantren und Visualisierungen werden die einzelnen Chakren nach und nach gereinigt und geöffnet, mit dem Ziel, dass die Kundalini ungehindert aufsteigen kann.

Vorallem in den tantrischen Yogaphilisophie, aber auch in anderen Yogarichtungen wie beispielsweise dem Kriya Yoga, spielt die Erweckung der Kundalini eine wesentliche Rolle.

Bereits im 5. Jahrhundert vor Christus wird Kundalini in den Upanishaden erwähnt, doch mündliche Überlieferungen reichen früher zurück. Tausende von Jahren wurde das Wissen um die Kundalini gehütet wie ein Schatz und lediglich vom Meister auf den Schüler übertragen.

 

Kundalini-Yoga nach Yogi Bhajan

Im Westen weit verbreitet ist der von den Lehren des monotheistischen Sikhismus geprägte Kundalini-Yoga nach Yogi Bhajan. Der von Yogi Bhajan gelehrte Yoga stellt eine der umfassendsten Yogatraditionen dar und kombiniert Körperübungen, Atemtechniken, Mantren und Meditation. Kundalini Yoga wird auch als Yoga der Achtsamkeit bezeichnet, denn der Fokus wird auf das bewusste Sein und die Selbstfindung gelegt und zielt auf das Erlangen höchsten Bewusstseins.

Bei den Techniken des Kundalini Yogas handelt es sich um eine Wissenschaft zur Entwicklung von Körper und Geist, unabhängig von der Religionszugehörigkeit. Der moderne, westliche Kundalini Yoga ist folglich für Menschen jeglicher Konfession geeignet und weniger streng hinsichtlich formaler Elemente wie den traditionellen Kleidungsvorschriften der Sikh.

 

Schwerpunkte des Kundalini-Yogas nach Yogi Bhajan

Ziel des Kundalini Yogas ist es, das volle Potenzial des menschlichen Bewusstseins in jedem Praktizierenden zu entwickeln und stetig zu verfeinern und zu erweitern um es in das universelle, unbegrenzte Selbst zu erheben.
Desweiteren soll durch die umfangreichen Techniken wie Übungsfolgen (sogenannte Kriyas), Mantren, Atemübungen (Pranayama), Mudras (bestimmte Fingerhaltungen) und Meditation die Energien des Körpers und des Geistes gelenkt und harmonisiert und der Organismus dabei unterstützt werden, die feinen Systeme aller Chakren und Energiebahnen (Nadis) im Körper ins Gleichgewicht zu bringen.

Neben Körperhaltungen (Asana) wie man sie auch aus dem Hatha Yoga kennt sind die Übungen von oft sehr dynamischen Bewegungsabläufen gekennzeichnet. Bei der Meditation liegt der Fokus in erster Linie auf Mantren, die aus dem Sikhismus stammen und teils mit hinduistischen Mantren übereinstimmen oder denen ähnlich sind.

Es gibt jedoch auch zahlreiche weitere Meditationen und Techniken für Fortgeschrittene. Auch Mudras, Atemübungen (Pranayama), innere Konzentrationspunkte und Energieblockaden (Bandhas) finden Verwendung. Besonders bekannt ist die Praxis des sogenannten Feueratems.

Eine Übungsreihe, also eine Kombination aus körperlichen Übungen und Haltungen kombiniert mit Lenkung des Atems und später erweiterten Techniken wird als Kriya bezeichnet. Nach 15 Minuten Entspannung im Liegen folgt darauf die eigentliche Meditation. Das Kundalini-Yoga folgt hierin klassischen indischen Yogatechniken, welche die Körper- und Atemübungen primär als transformativen, energetischen Prozess und zur Meditationsvorbereitung sehen.

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Claudia Verde ist Autorin und Meditations-Lehrerin, Coach und Beraterin für Ernährung und ganzheitliche Lebensführung. www.claudia-verde.de
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    Was versteht man unter einem spirituellen Lehrer? Ein spiritueller Lehrer ist eine Person, die uns auf dem Weg oder innerhalb des Prozesses der Sinnfindung oder Erkenntnisgewinnung begleitet, unterstützt oder anweist. Ein spiritueller Lehrer respektiert Natur und Lerntempo seines Schülers und vermittelt lediglich die Menge an Informationen, die er verarbeiten kann.

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    Samarpan Golden wurde im Jahre 1941 in San Francisco als sechstes von acht Kindern geboren und verbrachte seine Kindheit in einer katholischen Familie. Nach dem Abitur entschied er er, ein Priesterseminar zu besuchen. Nach drei Jahren besuchte er drei Jahre lang ein Priesterseminar und studierte anschließend Psychologie. Nachfolgend war er für kurze Zeit als Psychologe tätig und arbeitete dann in einer Gasfirma und später auch als Klempner, Taxifahrer und Fensterputzer.