Yoga, Klang, Schwingung – über die Macht des Klangs

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Yoga, Klang, Schwingung – über die Macht des Klangs

Spirituelle Klänge, Töne und Musik können transformierend wirken und heilsam wirken: sie können uns entspannen, in die Ruhe oder in ekstatische Gefühlsstimmungen bringen oder uns bei spirituellen oder heilenden Praktiken unterstützen. Entsprechende Klänge können daher Gleichgewicht und Harmonie in unser hektisches Leben bringen und uns begleiten auf unserem spirituellen Weg. 

Umgekehrt können Töne das exakte Gegenteil bewirken – und unseren ohnehin häufig gestressten Nerven in noch stärkere Unausgeglichenheit und Disharmonie zu steuern. Jeder von uns kennt Töne oder Musik die uns nervös machen, unruhig, unsere Laune ins Negative switchen lassen und nach längerer Zeit sogar aggressiv machen können.

Die Macht des Klangs

Welches Phänomen steckt dahinter? Warum besitzen Musik und Klang eine dermaßen große Kraft?

Worin liegt der Unterschied zu Klängen, die uns Kraft und Energieschenken, unser Herz öffnen und die Seele erheben zu jenen die uns Unbehagen vermittelnstressen und sogar krank machen können?

Töne beeinflussen uns  nachweislich auf alle Ebenen: physisch, emotional, mental und spirituell. Klänge, die wir als wohltuend empfinden, können wir daher als heilend, als heilig bezeichnen – sie scheinen das Potential zu besitzen, uns positiv aufzuladen und zu harmonisieren. Und für dieses Phänomen gibt es Gründe.

Das uralte Wissen um die Heilkraft der Musik

Das Wissen um den Klang als therapeutische und transformierende Kraft ist Jahrtausende alt. Bereits die alten Mysterienschulen Indiens, Griechenlands, Ägyptens, Tibets und Japan erwähnten den Klang als primäre, schöpferische Kraft im Universum.

Die Wissensträger dieser Zeit wussten bereits um das, was unsere zeitgenössischen Physiker erst nach und nach zu verstehen begannen: Die Welt ist Klang!

Wenn wir die Lehren alle wichtigen spirituellen Schulen untersuchen, finden wir bei allen eine Gemeinsamkeit: alle sind der Überzeugung, dass die Welt durch Klang erzeugt wurde: im alten Testament, im neuen Testament, in den vedischen, ägyptischen Schriften, den Aufzeichnungen der Mayas und der Hopi-Indianer.

Pythagoras unterrichtete bereits im 6. Jahrhundert vor Christus neben der Komplexität der Zahlen ebenfalls die Heilkraft der Musik. Er lehrte die Musik der Sphären. Heute ist dieses Wissen nahezu verschwunden, das etwas dermaßen Subtiles nicht in unser modernes wissenschaftliches Verständnis von den Zusammenhängen unseres Universums akzeptiert werden kann. Doch wir befinden uns derzeit innerhalb des Prozesses der Wiederentdeckung all dieser verschütteten Weisheiten.

Heilende Töne

Heilige, heilende Klänge verschiedener Traditionen variieren häufen extrem bezüglicher der Nutzung von Frequenzen. Ebenso werden tonale Skalen und Rhythmen eingesetzt, die unseren westlichen Ohren sehr fremd anmuten, mitunter sogar disharmonisch. Doch im Grund ist es lediglich eine Frage der Zeit, bis wir Ohr und Herz so weit öffnen können, dass die Essenz, der tiefere Sinn dieser Klänge und Klangfolgen sich uns erschließt.

Wenn wir das erste Mal hinduistische Ragas, den Sprechgesang tibetischer Mönche, japanische Flute oder balinesische Gamelanmusik hören klingt das im Rahmen unserer Hörgewohnheiten befremdlich und manches davon sogar unmusikalisch. Wenn wir uns jedoch Zeit für die Gewöhnung nehmen und uns nach und nach öffnen erfahren wir schließlich auch die harmonisierende Kraft dieser Klänge.

Der französische Arzt Dr. Topmatis hat mehrere Jahre Forschungsarbeit investiert, um die heilenden Klänge der Welt zu erforschen. Sein Fokus lag auf den heiligen gregorianischen und tibetischen Mönchsgesängen. Er stellte fest, dass die meisten der heiligen Klänge in hochfrequente Töne reichen, die sogenannten Obertöne. Laut seiner Forschungsergebnisse beeinflussen Obertöne den Kortex des Gehirns und sollen sich förderlich auf Gesundheit und Wohlbefinden auswirken.

Obertöne – unsere Stimme als Instrument

Oberschwingungen sind die Töne in allen Tönen, verantwortlich für die Klangfarbe oder die „Klangfarbe “ eines Instruments oder unserer Stimmen.

Wenn man Aufnahmen von tibetischen Mönchen hört, die in der Technik „One Voice Chord“ singen, kann das eine tief transformierende Erfahrung sein. Die Mönche nutzen eine Grundfrequenz, die so tief ist, dass sie unmenschlich wirkt. Dieser extrem tiefe Grundton wird mit einer sehr hohen Stimmlage gekoppelt – eine sehr schwierige Technik, die jahrelanger Übung bedarf.

Obertöne oder Oberwellen werden durch das Singen von Vokalen erzeugt. Der Gesang und die Dehnung von Vokalen findet man in den Gesängen der tibetischen und hinduistischen Mantras, wie auch in den Sufi und Kaballatraditionen. Beispiele hierfür sind Aaaaauuuummm oder Ooooooom, Aaaameeeeen, Aaaallaaaaah, Yaaah Waaay usw. Durch diese Technik der Tonerzeuguung entsteht eine besondere Resonanz zwischen dem physischen Körper und dem Gehirn.

Die Kraft der Mantrenrezitation

Die Mantrarezitation gilt als sehr ausgleichende, heilbringende und kraftvolle Technik, den ganzen Organismus in eine besondere Schwingung zu versetzt.

Das ständige Rezitieren der heiligen Keimsilben (mindestens 108 Mal) transformiert Körper, Seele und Geist. Selbst Anfänger spüren sofort die Wirkung, sofern das Mantra korrekt ausgesprochen wurde. Zweifler sollten diese Technik schlicht ausprobieren.

Allerdings sollte ein Mantra, mit dem gearbeitet wird, sorgfältig – vorzugsweise von einem Ayurvedatherapeuten (Vaidya), Yogameister oder indischen Astrologen (Jyotishi) – ausgewählt werden. Mittlerweile gibt es viele Mantra-CDs – doch sollte man ein Mantra nicht einfach nach Lust und Laune täglich neu auswählen, sondern ein, zwei Monate, manchmal sogar Jahre mit ein und dem selben arbeiten. Wenn man regelmäßig übt, werden die Ergebnisse außerordentlich sein.

Ein guter Einstieg in die Welt der Mantren stellt die CD „a deeper light“von Deva Premal und Miten dar. Die CD ist repetitiv, es wurden ausnahmslos leicht zu rezitierende, ebenfalls bezüglich der Wirklung „leichte“ Mantren gewählt.

Das bewusste Singen von heiligen Tönen oder Musik kann besondere Energieformen erzeugen, was der britische Wissenschaftler Rupert Sheldrake „morphische Felder“ nannte.

Gesang und Visualisierung

In vielen Weltreligionen wird ein heiliger Laut häufig mit der Visualisierung eines Heiligen, Buddhas oder einer sonstigen Attribute repräsentierenden Gestalt oder Naturobjekt verbunden.

Ein für dieses Phänomen weltbekanntes Beispiel ist „Om Mani Padme Hum“, bei dessen Rezitation der Buddha der göttlichen Barmherzigkeit Avalokitshvara visualisiert wird oder auf ein Bildnis meditiert wird. Mittels dieser hoch entwickelten und sehr effektiven Technik soll ein Kraftfeld des Mitgefühls erzeugt werden. Eine weitere, hocheffektive und kraftvolle Technik ist das Rezitieren von Mantren gekoppelt mit der Herstellung der sogenannten „Mandalas“ aus Sand.

Wenn wir eine Aufzeichnung dieser Art von Klänge hören und uns ungeachtet der Fremdheit der Sprache, des Klangs oder der Schwingung ganz weit öffnen, können wir äußerst transformierende Erfahrungen machen.

Spirituelle Klänge und deren Einfluss auf den Körper

Viele spirituelle Klänge besitzen die Fähigkeit, uns in Resonanz mit der Frequenz der sogenannten Alpha- oder Thetagehirnwellen schwingen zu lassen.

Die polyrhythmischen Klänge der Kirchenmusik Afrikas, Balis oder anderer Kulturen gelten ebenfalls als Methode, transformierende oder Trance erzeugende Zustände zu erreichen.

Viele der heiligen Rhythmen alter Kulturen, besonders jene der Ureinwohner der U.S.A. begründeten den Urrhythmus ihrer Musik auf Basis des Herzschlags. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass sich unser Herzschlag, unsere Atmung und sogar die Hirnströme unter dem Einfluss bestimmter Musik, bzw. bestimmter Rhythmen verlangsamt oder beschleunigt.

Die Klangschalenmeditation

Klangschalen sind eine wundervolle Unterstützung bei allen meditativen und therapeutischen Praktiken. Es können bemerkenswerte Erfahrungen stattfinden, wenn Menschen mit den Klängen von Klangschalen in Verbindung kommen. Diese Auswirkungen können so speziell und transformierend sein, dass sie das Leben verändern können.

Klangschalen erzeugen eine einzigartige Schwingung, die sich, je nach Tonlage, für jeden Menschen mehr oder weniger angenehm anfühlen. Es wurde festgestellt, dass Menschen, die eher Erdung und Resilienz benötigen, zum Beispiel eher tief gestimmte Klangschalen bevorzugen.

Klangschalen produzieren einen besonderen Grundton, so klar ist wie ein gestimmtes Instrument – zusätzlich produzieren sie jedoch auch Obertöne. Die besondere Kombination der klaren Vibration, des warmen Grundtons sowie der Obertöne machen das „Singen“ der Klangschalen zu einer einzigartigen Erfahrung.

Die harmonischen Obertöne interagieren mit unserem Nervensystem und wirken beruhigend auf den gesamten Organismus ein. Außerdem wird eine Vertiefung der Meditation erreicht, was auf den ausgleichenden Einfluss auf unser Gehirn zurückzuführen ist.

 

Klang ist Heilung – Heilung ist Klang

Klangschalen vibrieren mit feinsten Schwingungen und erzeugen ein universelles Klangspektrum, das im Grunde von jedem Menschen als angenehm empfunden wird.

Klangschalen erleichtern unseren individuellen Prozess des Wachstums und der inneren Heilung. Aber die Heilung erfolgt nicht wegen der Klangschale ansich, sondern aufgrund des Sichöffnens durch Klang, des Sichöffnens in Bezug auf den Klang und die Schönheit von allem was lebt und ist.

Die Schalen vibrieren nur und schenken uns den Klan – die Heilung bewirken wir durch unsere Bereitschaft, auf den Wellen dieses Klangs zu gleiten. Es ist unsere eigene, tiefe Fähigkeit aufmerksam, achtsam, still zu sein, wahrzunehmen, zu fühlen, zu wachsen, zu fliegen und zu heilen. Diese Bereitschaft wird tiefgreifenende Auswirkungen erschaffen.

Wir gehen in Resonanz. Wir haben uns selbst verändert. Wir haben uns selbst geheilt. Auf den Flügeln des universellen Klangs.

 

http://www.youtube.com/watch?v=IIMelfLJbvA

http://www.youtube.com/watch?v=h2RopXmtFow

http://www.youtube.com/watch?v=fjJPvFZswhg

http://www.youtube.com/watch?v=XMWgmV-w6SE

http://www.youtube.com/watch?v=JCklnLT9-qQ

 

Die Gongmeditation

Jeder Planetengong wurde professionell gestimmt und wirkt auf ein spezifisches Chakra und somit auch eine entsprechend zugeordnete, physische Region ein.

Einer der bekanntesten Gongmeister ist Mark Swan (Satjit Singh), desweiteren Kundalini-Yoga-Lehrer und Seichem-Meister mit jahrzentelanger Erfahrung. Swan veranstaltet „Gong-Klangbäder“ in der ganzen Welt.

http://www.youtube.com/watch?v=p1mk77sOJSo

 

„Meine Mission ist es, Menschen dabei zu helfen, das Licht oder die göttliche Essenz in sich selbst zu befreien. Dies ist nichts, was wir suchen oder von außen erhalten müssten, sondern ist im Gegenteil etwas, das wir bereits in uns tragen. Der Übergang zum Wassermann-Zeitalter mag für einige Menschen schwierig zu sein. Die reine und heilige Kraft des Gongs erlaubt uns eine sichere Passage auf der schaminischen Reise von der Dunkelheit zum Licht.“
Mark Swan

 

http://www.youtube.com/watch?v=_ZVteB1QK9c