Mantren – Die Macht der Laute

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Mantren – Die Macht der Laute

Der Begriff Mantra (मन्त्र), kommt aus dem Sanskrit und kann mit Spruch oder Rat-Spruch übersetzt werden. Er setzt sich zusammen aus dem Keimsilben man – Denken, Empfindung, Gefühle und tram – schützende, behütende Kraft.

Was sind Mantren?

Man findet Mantren praktisch in allen Kulturen auf der ganzen Welt. Selbst bei dem in christlichen Kulturen allgegenwärtige „Amen“ ist ein Mantra. Amen ist ein Mantra des Urmantras AUM. Alle traditionellen, vedischen Mantren tragen magische und große spirituelle Macht in sich – daher muss man äußerst achtsam und sorgfältig auswählen, mit welchem Mantra man zu welchem Zweck arbeitet. Auch hier sollte ein erfahrener Berater oder Lehrer das Mantra auswählen – alles andere grenzt an „Mantra-Hopping“ und kann die Seele eher verwirren als unterstützen.

 

DIE bekanntesten mantren SIND:

Gayatri-Mantra
Panchakshara-Mantra (Om Namah Shivaya)
Tara-Mantra
Moola-Mantra
Maha Mrityunjaya Mantra
Om Shanti Shanti Shanti

 

Allgemeines
Mantra – umschreibt einen bestimmten Satz von Wörtern, die den Veden (Veda = Wissen) sog. heilige Schriften aus der Vedischen Epoche (um ca. 1500-600 v.Chr.) entstammen. Der Glaube an die Magie der Laute und deren Kombinationen zu magischen Formeln sind in Indien seit jeher bekannt. Einige Mantras werden auch auf Gautama Buddha zurückgeführt.

Die Mantren werden entsprechend ihrer Länge unterschieden in Bija, Hrdaya, Dharani undsoweiter.

Das einsilbige Bija-Mantra stellt die kürzeste Mantra-Form dar. Die Kürze oder Länge eines Mantras hat jedoch keinen Einfluss auf die Wirkungsweise oder Intensität.

Mantras können häufig nicht einmal übersetzt werden und wirken oberflächlich betrachtet ohne Sinn und Bedeutung. Bei tieferer Betrachtung sind Mantras machtvolle Klangenergien. Wie ein Same, der auf fruchtbaren Boden fällt und keimt, können Mantras im Inneren des Sadhaka (= Suchender; Schüler) ungeahnte Kräfte entfalten und letztendlich zur Verwirklichung seiner wahren Natur führen. Manche sagen, ein Mantra kann nur wirken, wenn es absolut korrekt ausgesprochen wird. Andere sind der Überzeugung, dass in erster Linie wichtig ist, dass die Äußerung von Herzen kommt. Letzterer Überzeugung schließe auch ich mich an, wobei natürlich die korrekte Aussprache versucht werden soll.

Jeder Gottheit ist ein bestimmtes Bija zugeordnet. Mit Hilfe der Keimsilbe, die gemurmelt (japa) oder konzentriert gedacht wird, soll es nämlich möglich sein, aus dem Sunya (Leere) die betreffende Gottheit zu manifestieren. Der Bija z.B. für die Göttin Lakshmi ist Shreem.

Foto „Sanskrit Vers“: depositphotos.com | maxkrasnov