Was ist Meditation?

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Was ist Meditation?

Bei Meditation handelt es sich um einen mehrstufigen Prozess, der zu einem erhöhten Zustand des Bewusstseins, der Gelassenheit, der Klarheit, inneren Friedlichkeit und des tiefen Glücks führt. In unserer medial überfluteten Gesellschaft empfangen wir kontinuierlich eine Vielfalt an Sinnesreizungen und reagieren in der Regel vollkommen unkontrolliert darauf. Unsere Gedanken „hüpfen“ regelrecht und bewirken emotional und körperlich ungesteuerte Reaktionen – folglich kann ein und derselbe Gedanke zu unterschiedlichen Zeitpunkten diametral entgegengesetzte körperliche und seelische Reaktionen bewirken.

Meditation ist eine Praxis, mit deren Hilfe die Gedankenflut besänftigt wird, indem der Fokus auf ein Subjekt oder Objekt wie Klang, Visualisierung, Objekte, Bewegung, Atem oder sonstige Aspekte gelenkt um des Bewusstsein und die Achtsamkeit des gegenwärtigen Augenblicks zu steigern, Stress zu minimieren, die Entspannung zu maximieren sowie das persönliche und spirituelle Wachstum zu fördern.

Wirkung der Meditationspraxis

Seit Jahrzehnten stellen sich Wissenschaftler, Mediziner und Praktizierende die Frage, wie sich Meditation, Yoga und Atemübungen auf das Gehirn auswirken. Da das Gehirn laut aktueller Forschungsansätze als der der Ursprung des menschlichen Bewusstseins gilt, versuchen Hirnforsche alle Bewusstseinszustände als neurobiologische Veränderungen zu verstehen.

Jedoch erst durch Yoga, Meditation und somit Kontemplation erlangt der Mensch Zugang zu seinem innersten Wesen, seiner Seele, seinem Sein. Das ist soweit bekannt – doch verändert  kontinuierliches, mentales Training und Meditation die neuronalen Netze und Hirnströme auch dauerhaft?

Mittlerweile ist den Wissenschaftlern der Beweis gelungen, dass Meditation sowohl eine temporäre, wie auch langfristige Wirkung hat und elementare Veränderungen im Gehirn bewirken, was wiederum Emotionen und alle Wahrnehmungen positiv verändert – weit über den Zeitpunkt der stattfindenden Meditation hinaus.

Mit wachsendem Interesse integrierten westliche Ärzte, Kliniken und Therapeuten Meditationsformen im Rahmen von Präventionsmedizin, als unterstützende Therapie in der Allopathie oder als Technik zur Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität von Patienten mit kräftezehrenden, chronischen oder als unheilbar geltenden Krankheiten.

Warum tägliche Meditation?

Mit Hilfe von Meditation erreicht man eine tiefe, emotionale Stabilität in welcher der Praktizierende intensive Empfindungen erleben kann bei gleichzeitiger stiller, und vor allem gelassener Versenkung im eigenen Inneren.

Im Erfahrungsbereich dieser Geborgenheit in seiner eigenen Mitte wird ein tiefer Einblick und ein klares Verständnis in Bezug auf die eigenen Gedanken, Emotionen und Handlungen ermöglicht. Innerhalb dieses Erfahrungsbereichs wird deutlich, dass wir erkennen, dass Ängste, Befürchtungen, Unsicherheit und Sorgen meist durch eine negative Gedankenflut forciert wird – in unserem Erkennen, dass wir in unserem tiefsten Innern eine unantastbare, angstfrei, friedliche Kraft besitzen und uns auch jederzeit dorthin zurückziehen können, erreichen wir eine neue Dimension der täglichen Kontrolle in Bezug auf alle Erfahrungsbereiche des täglichen Lebens. Mit der Praxis der täglichen Meditation erschaffen wir uns einen Anker der Ruhe, ermöglichen uns ein gesteigertes Gefühl der Gelassenheit, des Gleichmuts (nicht zu verwechseln mit Gleichgültigkeit) der Akzeptanz und Empathie uns selbst wie auch anderen Menschen gegenüber.

Menschen die täglich meditieren, können ihre Anfälligkeit für Stress und hiermit verbundene Erkrankungen und Störungen reduzieren. Basierend auf klinischer Evidenz wie auch als auch bezüglich des theoretischen Verständnisses gilt Meditation als unterstützende Therapie für allgemeinen Angst- und Schlafstörungen, chronische Schmerzen, Psoriasis und Disthymie und wird bereits in vielen Kliniken auf der ganzen Welt eingesetzt. Meditation gilt als Zusatztherapie bei mittelschwerer Hypertonie (Bluthochdruck), Prävention von Herzstillstand (Herzinfarkt), Prävention der Arteriosklerose (Verhärtung der Arterien), Arthritis (einschließlich Fibromyalgie), Krebs, Schlaflosigkeit, Migräne und Prävention für einen Schlaganfall.

Meditation kann auch eine wertvolle, ergänzende Therapie bei der Behandlung von Krankheiten sein, die durch Stress verstärkt werden: z.B. Allergien und Asthma.

Im Jahre 1995 veröffentlichten die National Institutes of Health, „…dass Meditation und ähnliche Formen der Entspannung zu einer besseren Gesundheit, höheren Lebensqualität und folglich niedrigeren Kosten im Gesundheitswesen führen können … “

Quelle: http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/016383439500025M

 

Wie lange gibt es die Meditationspraxis bereits?

Meditationstechniken werden bereits seit Jahrtausenden praktiziert. Ziel der Praxis war immer, spirituelles Verständnis, Bewusstsein und die unmittelbare Erfahrung der ultimativen Wirklichkeit zu erfahren.

Die unzähligen religiösen Traditionen der Welt haben uns den Zugang zu einer großen Vielfalt an meditativen Praktiken geschenkt. Hierzu gehören die kontemplativen Praktiken der christlichen Ordengemeinschaften, die buddhistische Praxis der Sitzmeditation oder die endlos erscheinenden Tänze der Derwische des Sufismus. Meditation gilt zwar als wesentliche spirituelle Praxis vieler religiöser und spiritueller Traditionen, doch kann sie losgelöst von ihrem kulturellen oder religiösen Kontext von jedem Menschen praktiziert werden.

Mit wachsendem Interesse integrierten westliche Ärzte, Kliniken und Therapeuten Meditationsformen im Rahmen von Präventionsmedizin, als unterstützende Therapie in der Allopathie oder als Technik zur Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität von Patienten mit kräftezehrenden, chronischen Erkrankungen.

Bei Meditation handelt es sich bislang um kein anerkanntes medizinisches Verfahren und wird folglich von den meisten Krankenkassen finanziell nicht unterstützt. Folglich zahlen die meisten Patienten ihren Meditationsunterricht aus eigener Tasche. Viele religiöse Gruppen oder Meditationszentren bieten den Unterricht jedoch kostenlos, kostengünstig oder gegen eine kleine Spende an.

Foto: depositphotos.com | dasha11